Wiesenmahd hat begonnen: Rehkitze vor grausamen Mähtod retten

Der Einsatz moderner Mähtechnik mit hoher Schlagkraft hat zu einer zunehmenden Gefährdung von Wildtieren der Agrarlandschaft geführt. Um Schäden und Verluste an Wildtieren zu vermeiden, kommt dem wildtierschonenden Mähen daher immer größere Bedeutung zu.

Landwirte sollten die Jagdpächter schon im Vorfeld über geplante Mahdtermine informieren, damit rechtzeitig geeignete Vergrämungsmaßnahmen durchgeführt werden können. (siehe Bild oben: Jagdpächter und Landwirt Hand in Hand)

Besonders wichtig zur Vermeidung von Wildtierschäden ist die Mahd von innen nach außen, der Verzicht auf Nachtmahd, wenn möglich eine Verringerung der Fahrgeschwindigkeit beim Mähen, das Aussparen von Teilflächen sowie der Einsatz moderner Vergrämungstechniken während der Mahd.

Der Schutzeffekt betrifft Rehwild und Feldhasen, aber auch andere Kleinsäuger, bodenbrütende Wiesen- und Feldvogelarten, wobei nicht alle Maßnahmen auf die unterschiedlichen Tiergruppen gleichermaßen wirken. So haben beispielsweise bei Reh und Hase erfolgreiche Vergrämungsmethoden bei bodenbrütenden Vogelarten wenig Effekte.

Hier bietet es sich an, festgestellte Brutplätze zu markieren und zu umfahren. Auch wenn bei den aufgeführten Maßnahmen der Tierschutzaspekt im Vordergrund steht, sind sie vor dem Hintergrund der hohen Sensibilität der Bevölkerung doch auch wichtig für die Außenwahrnehmung und das Image der Landwirtschaft.

Gemäß dem neuen Landesnaturschutzgesetz NRW (§4 Abs. 1) ist es bei der Mahd auf Grünlandflächen ab 1 Hektar verboten, von außen nach innen zu mähen. Nur stark hängiges Gelände ist hiervon ausgenommen.

*Quelle: Landwirtschaft

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