Unser Wonneproppen fliegt bald aus

Das ist der junge Wanderfalke im Turm der Pankratiuskirche. Am 13. Mai wurde er beringt, vermutlich wird er Ende dieser Woche im Alter von ca. 40 Tagen ausfliegen. Also Ferngläser bereithalten.

Da das Männchen in diesem Jahr nur das einzige Junge ist, das die Eltern aufziehen mussten ist es rundum gut genährt. Drei weitere, vermutlich unbefruchtete Eier wurden im Nest gefunden.

*Foto: Thorsten Thomas

3 Antworten auf „Unser Wonneproppen fliegt bald aus“

  1. Was haben wir Brieftaubenzüchter in Gescher in diesem Jahr ja ein Glück ! ! ! Nur ein Jungtiertier musste gefüttert werden.

    Heißt im Klartext: In der Regel während der Aufzucht drei Tauben (o.ä.) pro Tag.

    Wie sicherlich viele Mitbürger nicht wissen, ernährt sich der Wanderfalke hauptsächlich von unseren geliebten Brieftauben.
    Dabei findet er in Gescher bei rund 35 Taubenzüchtern immer einen gedeckten Tisch vor.

    Es ist alltäglich ein grauen zu beobachten wie die Wanderfalken hinter unseren Brieftauben her jagen. Dabei hat er ja auch nicht immer Erfolg. Viele Tauben werden verletzt oder so brutal angegriffen, dass sie letztendlich nach Angriffen verenden.

    Für mich als Brieftaubenzüchter stellt sich die Frage: Was macht es für einen Sinn diese Wanderfalken hier mitten in der Stadt „künstlich“ anzusiedeln. Auch die Überreste der Beute – die nicht verzehrt werden – rund um unsere Pankratiuskirche geben ein erbärmliches Bild ab.

    Vielleicht mal drüber nach denken!

  2. Ich finde die Falken toll und freue mich sehr! Ein Stück Wildnis in der Stadt! Die Falken sind auf jeden Fall zu erhalten!!!! Wunderschöne Tiere!

  3. Das Verhältnis Brieftaube-Wanderfalke ist hochemotional. Das nicht erst seit heute. Der Wanderfalke ist weder böse noch grausam und die Brieftaube weder lieb noch unschuldig. Die Natur hat es so eingerichtet, dass Tauben das bevorzugte Beuteschema der Falken sind. Der Wanderfalke jagt im Sturzflug mit 300 km/h und erlegt ausschießlich Vögel, in Gescher häufig eben besagte Tauben. 35 Brieftaubenzüchter machen unfreiwillig den Lieferdienst und sind  stinksauer.

    Wir haben durchaus Verständnis für die Emotionen der Brieftaubenzüchter, das Verständnis muss allerdings dort aufhören, wo die Existenz dieses Vogel in Frage gestellt wird. In den 70iger Jahren war der Wanderfalke schon einmal ausgestorben. Heute hat sich der Bestand in NRW erholt, dass allerdings ausschließlich wegen der getroffenen Schutzmaßnahmen. Nach wie vor jedoch genießt der Wanderfalke strengen Schutz in Sachen Fortpflanzungsstätte. Aus naturschutzrechtlicher Sicht darf die  Nistmöglichkeit nicht ohne Weiteres entfernt werden, wäre also eine Ordnungswidrigkeit.

    Was kann man tun?  Auch wenn es dem Brieftaubenzüchter verständlicherweise nicht gefällt: Man muss es hinnehmen. Der Vorwurf, die Falken seien  in der Stadt „künstlich“ angesiedelt, trifft ebenso falsch oder richtig auf die Brieftauben zu. Auch sie sind „künstlich“ angesiedelt. In der Natur halten sich die Wildtaubenpopulationen auf jeden Fall in erheblich niedrigeren Grenzen.

    Einige gute Vorschläge, was ein Brieftaubenzüchter tun kann, um sich gegen  den Falken zu schützen findet man hier: https://www.greifvogelverfolgung.de/content/tipps-fuer-gefluegelhalter-und-taubenzuechter . Wichtig erscheint mir dass wir -Brieftaubenzüchter und Naturschutzfreunde- in Kontakt und Gespräch bleiben. Denn „Tierfreund“ ist der eine wie der andere. Ich stehe jederzeit zur Verfügung.

    Herzliche Grüße

    Matthias Homann
    1. Vorsitzender

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